Waldbrandbekämpfung: Vorbereitung auf das, was sich entwickelt
30 April 2026
Die Waldbrandsaison hat wieder begonnen. Die Öffentlichkeitsarbeit läuft auf Hochtouren, um die Menschen für die Risiken von Feuer in der Natur zu sensibilisieren. Gleichzeitig bereitet sich auch die Feuerwehr auf die Bekämpfung vor.
Denn trotz aller Kampagnen stellt sich nicht die Frage, ob es brennen wird, sondern wie man darauf reagiert, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.
Manchmal bleibt ein Einsatz klein und ein Brand kann im Keim erstickt werden. In anderen Fällen ist ein groß angelegter Einsatz erforderlich, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. In allen Fällen gilt: Je besser die Vorbereitung, desto effizienter die Brandbekämpfung.
Training ist daher entscheidend, um unsere Natur und ihre Nutzung zu schützen.
Realismus als Ausgangspunkt
Wenn Sie FireWare ein wenig kennen, wissen Sie, wofür wir stehen: realistisches Szenario-Design.
Sie brauchen Realismus, damit die Teilnehmer glauben, dass es keine Übung ist. Dadurch entsteht der Druck, den man auch bei einem echten Einsatz erlebt. Und genau unter diesem Druck lernt man zu handeln.
Unsere Website bietet zahlreiche Mittel, die dabei unterstützen. In der Simulation Academy finden Sie die zugrunde liegenden Prinzipien und Praxisbeispiele.
Doch Waldbrände stellen eine zusätzliche Herausforderung dar.
Ein Wohnungsbrand, Industriebrand oder eine BHV-Übung kann groß sein, erreicht jedoch oft nicht das Niveau einer Zugtrupp-Übung im Waldbrandeinsatz. Das Ausmaß ist größer, die Umgebung weniger kontrollierbar und die Unvorhersehbarkeit nimmt zu.
Die Frage ist dann: Wie behält man die Kontrolle über die Übung?
Beginnen Sie bei den Lernzielen
Wie bei jeder Übung beginnt alles mit den Lernzielen.
Bei einer groß angelegten Waldbrandübung können diese schnell auseinanderlaufen. Eine Mannschaft trainiert andere Fähigkeiten als ein Zugführer. Während der eine sich auf die Ausführung konzentriert, liegt der Fokus des anderen auf Entscheidungsfindung, Kommunikation und Zusammenarbeit.
Diese Ziele bestimmen, was inszeniert werden muss – nicht umgekehrt.
Sorgen Sie für eine gute Grundlage
Stellen Sie sicher, dass die Teilnehmer unvorbereitet in die Übung gehen.
Als Organisation investieren Sie viel Zeit in eine Übung. Dann darf man erwarten, dass grundlegende Fähigkeiten bekannt sind. Denken Sie an Schlauchverlegesysteme, fahrendes Löschen und Kenntnisse der Vegetation. Durch ein vorheriges Training in kleineren Einheiten verhindern Sie, dass die Übung auf einem grundlegenden Niveau stecken bleibt.
In der eigentlichen Zugübung kann der Fokus dann auf Entscheidungsfindung, Kommunikation und Zusammenarbeit verschoben werden sowie auf die Anwendung bereits erlernter Fähigkeiten in einer dynamischen Situation.
Inszenierung: groß denken, gezielt umsetzen
Die Inszenierung einer Waldbrandübung kann herausfordernd sein. Das Gebiet ist groß, und man kann nicht überall etwas platzieren.
Man kann mit Fahnen oder Schildern arbeiten, um das Ausmaß eines Brandes darzustellen. Damit lässt sich gut das fahrende Löschen, Schlauchverlegesysteme und Logistik trainieren.
Aber wo bleibt die Dynamik?
Wie bestimmt man die Ausbreitungsgeschwindigkeit, welche Gebiete bedroht sind und wie viel Zeit zur Verfügung steht, um diese zu schützen? Wo legt man seine Haltelinie fest?
Ohne eine dynamische Brandentwicklung bleiben diese Entscheidungen theoretisch.
Dynamik: den Brand in Bewegung sichtbar machen
Wenn Sie Entwicklung trainieren wollen, müssen Sie diese auch sichtbar machen.
Rauch ist dafür ein wirkungsvolles Mittel. Er sorgt für Sichtbarkeit aus der Entfernung und vermittelt eine reale Bedrohung. Dadurch entsteht Handlungsdruck. Richtig eingesetzt ermöglicht Rauch, ein Szenario tatsächlich zu entwickeln.
Durch das Platzieren mehrerer Quellen im Gelände können Sie eine Ausbreitung simulieren und neue Brandherde entstehen lassen, beispielsweise durch Flugfeuer. Nicht, indem Sie mehr Rauch an einem Punkt einsetzen, sondern indem Sie das Szenario zeitlich wachsen lassen.
Die richtigen Mittel machen den Unterschied
Bei Waldbränden benötigen Sie leistungsstarken Rauch, der auch im Freien sichtbar bleibt.
Die Nebelmaschine Stratus eignet sich mit ihrer hohen Leistung besonders gut für diese Art von Anwendungen. In Kombination mit der schweren Rauchflüssigkeit Rauchfluid Feuerwehr Extrem entsteht dichter Rauch, der sich auch im Außenbereich hält.
Mit einem Smoke Hose Set Perforiert wird aus einer Punktquelle eine Linienquelle von etwa zehn Metern. Ideal zur Simulation einer Feuerlinie, wie der Kopf- oder Flankenbereiche eines Brandes.
Reicht das nicht aus, bietet der BAMBI Waldbrand-simulator die Möglichkeit, Rauchschläuche bis zu fünfzig Metern zu koppeln. Damit lassen sich komplette Feuerlinien darstellen.
Durch den Einsatz mehrerer Aufbauten und deren zeitversetzte Aktivierung kann sich das Brandgeschehen Schritt für Schritt entwickeln.
Arbeiten mit Informationen
Die Brandbekämpfung wird zunehmend informationsgesteuert.
Kartenmaterial ist entscheidend, um Zufahrtswege und Bereitstellungsräume festzulegen und schnell einen Überblick über die Vegetation zu erhalten. Darüber hinaus spielen aktuelle meteorologische Daten eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines Waldbrandes.
Achten Sie darauf, in einer Übung mit denselben Informationen zu arbeiten wie im realen Einsatz. Verwenden Sie realistische Karten, beziehen Sie den Flächen- bzw. Gelände-Verwalter ein und arbeiten Sie mit aktuellen Wetterdaten. Vermeiden Sie es, Situationen zu erfinden, die nicht sichtbar oder erklärbar sind, da dies die Glaubwürdigkeit der Übung untergräbt.
Luftbildlage
Drohnen spielen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Waldbrandbekämpfung.
Wenn Sie ein Drohnenteam in eine Übung einbinden, beziehen Sie es frühzeitig in die Vorbereitung mit ein. Sie haben oft spezifische Lernziele, zum Beispiel die Erfassung von Ausmaß und Ausbreitung.
Dabei ist es wichtig, dass das Szenario auch aus der Luft lesbar ist. Fahnen und Schilder verschwinden schnell in der Landschaft, während Rauch sichtbar bleibt und sich mit dem Wind bewegt. Dadurch wird nicht nur das Ausmaß deutlich, sondern auch die Richtung und Entwicklung des Brandes.
Durch eine entsprechende Anpassung der Inszenierung entsteht verwertbare Information für das Drohnenteam und für die Führungskräfte, die ihre Entscheidungen darauf basieren.
In größeren Gebieten, in denen die physische Inszenierung begrenzt ist, kann diese Information sogar genutzt werden, um das Szenario weiter zu steuern. Nicht nur das, was sichtbar ist, sondern auch das, was kommuniziert wird, bestimmt dann die Entwicklung der Übung.
Abschließend
Waldbrände erfordern eine andere Art des Übens.
Nicht nur größer, sondern vor allem dynamischer. Nicht nur sichtbar, sondern auch verständlich. Nicht nur Ausführung, sondern vor allem Entscheidungsfindung.
Realismus liegt nicht in der Größe des Brandes, sondern in der Art und Weise, wie er sich entwickelt.
Darin liegt die Herausforderung.
Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Unterstützung bei Ihrer Übung? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir denken gerne mit Ihnen mit!
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