Das Raclette ist aufgegessen und das Feuerwerk ist in den Himmel gestiegen. Willkommen im Jahr 2026! Voller Begeisterung starten wir ins neue Jahr und damit ist es auch wieder Zeit für einen neuen Blog.
Im Jahr 2025 haben wir über Social Media und unsere Blogs viele Tipps geteilt, um Enszenerungen realistischer zu gestalten. In diesem Monat schauen wir, wie wir dich noch einen Schritt weiter unterstützen können. Mit unserem Know-how und unseren Produkten unterstützen wir Ausbilder, damit Teilnehmende während einer Übung das Gefühl haben, es handele sich um ein reales Ereignis – und die Wirksamkeit der Ausbildung spürbar steigt. Hoffentlich konntest du mit den Tipps aus dem vergangenen Jahr bereits wertvolle Fortschritte erzielen.
Hilfe und praktische Hinweise sind wertvoll. Aber vielleicht trägst du schon länger größere Ideen mit dir herum. Ideen, die so ambitioniert sind, dass sich der erste Schritt schwierig anfühlt. Oder Ideen, von denen du weißt, dass sie echte Wirkung entfalten können, die aber zusätzliche Expertise erfordern.
Genau dabei können wir dich unterstützen. Bei FireWare liefern wir nicht nur Produkte, um Trainings realistischer zu gestalten, sondern übernehmen auch projektbasierte Umsetzungsprozesse. Gemeinsam mit dir übersetzen wir eine Vision in ein vollwertiges Training, das in der Praxis funktioniert. Vom ersten Konzept bis zur ausgearbeiteten Lösung. Wir denken mit, gestalten mit und helfen dabei, Fachkompetenz auf ein höheres Niveau zu bringen.
Neugierig, wie das in der Praxis aussieht? Im Folgenden findest du einige Beispiele aus Bereichen, in denen wir häufiger unterstützen durften.
Vegetationsbrand
Vegetationsbrände sind eine Form der Enszenerung, für die wir häufig angefragt werden. Sie erfordern viel Material und vor allem ein hohes Maß an Flexibilität. Wind kann eine Übung zum Erfolg machen oder sie komplett kippen.
In einem realen Einsatz ist eine Winddrehung oft ein Glücksfall. In einer Übung kann sie jedoch bedeuten, dass das gesamte Szenario nicht mehr stimmig ist. Deshalb arbeiten wir bei Vegetationsbränden grundsätzlich mit mehreren Szenarien und Aufbauten, sodass wir am Übungstag selbst entscheiden können, welche Variante am besten passt.
Diesen Ansatz sieht man auch bei Campingplatz Bakkum im Noordholländischen Dünenreservat, wo wir einen Dünenbrand direkt neben dem Campingplatz simulierten – mit einer Rauchwolke über dem Gelände und einer groß angelegten Evakuierung.
Auch bei der Vegetationsbrandbekämpfungsübung der Sicherheitsregion Gooi und Vechtstreek auf der Bussumerheide zeigte sich dieser Ansatz. Dort setzten wir mit dem FireWare BAMBI ein sicheres, aber überzeugendes Bodenfeuer in einem Gebiet mit viel Publikum und Tierwelt um. In beiden Projekten stand dasselbe Prinzip im Mittelpunkt: viel Rauch, ein durchdachter Umgang mit Stromversorgung und Aufbauzeit sowie ausreichend realistische Reize, um Zusammenarbeit und Evakuierung wirklich herausfordernd zu gestalten.
Tunnelbrand
Tunnelbrände und Tunnelereignisse kommen ebenso häufig vor. Eine Tunnelsperrung ist kostspielig, daher möchte man die verfügbaren Stunden optimal nutzen. Schneller Aufbau, fokussiertes Training und anschließend eine Rückkehr zum Normalbetrieb in Rekordzeit. Das erfordert eine sorgfältige und langfristige Vorbereitung. Wenn man erst am Einsatztag selbst zu improvisieren beginnt, ist es bereits zu spät.
In Island trainierten wir gemeinsam mit Landstjarnan und Vegagerdin die Feuerwehr Akureyri im Vaðlaheiði Tunnel. Das Szenario umfasste eine lange Einsatzstrecke, mehrere Brandherde und eine Rauchentwicklung, die beide schnellen Interventionsfahrzeuge dazu zwang, unter Rauchbedingungen anzufahren.
In den Niederlanden führten wir unter anderem groß angelegte Übungen im Leidsche Rijntunnel an der A2 sowie im Corbulotunnel in Leiden durch. Dazu gehörten nächtliche Notfallübungen mit mehreren Fahrzeugen und Verletzten, realistischer Rauchentwicklung und Szenarien, die sowohl den Einsatz vor Ort als auch die Zusammenarbeit und Auswertung forderten. In manchen Fällen lag der Schwerpunkt auf der Führungsebene, etwa beim simulierten Lkw-Incident im Leidsche Rijntunnel. Dort dienten Rauch und Flammenbilder vor allem der Lagebeurteilung, Kommunikation und Planung innerhalb der CoPI-Struktur.
Jeder Tunnel ist anders, doch der Kern bleibt derselbe: In kurzer Zeit ein glaubwürdiges Szenario zu schaffen, das exakt zu den Übungszielen passt, und anschließend alles wieder abzubauen, bevor der Verkehr wieder freigegeben werden muss.
Multidisziplinäre und Zugübungen
Neben Vegetationsbränden und Tunnelereignissen sind wir häufig an multidisziplinären und Zugübungen beteiligt. Im Mittelpunkt steht dabei das Zusammenspiel. Mehrere Einheiten, teilweise mehrere Organisationen, mit Eskalation, taktischem Umschalten und dem Bewahren des Überblicks als feste Bestandteile.
Wir sorgen dafür, dass sich das Szenario groß anfühlt, dabei aber logisch und strukturiert aufgebaut ist.
Ein gutes Beispiel ist die Großbrandsimulation in unserem Gebäude in Wieringerwerf während der Dreharbeiten zur EO-Sendung Rachel valt binnen. Wir entwickelten eine Lage, die sich für die Wachen Wieringerwerf, Middenmeer und Wieringerwaard wie ein echter Großbrand anfühlte – mit klar definierten Übergangsmomenten vom Innenangriff zu einer defensiven Außenbrandbekämpfung.
International setzten wir etwas Vergleichbares im Hafengebiet von Tallinn in Estland um. Dort entwickelten wir gemeinsam mit Mohni und dem Rescue Service Estonia eine mehrtägige Zugunfallsimulation mit Feuer, Rauch, Explosionseffekten und einer hybriden Ebene über QR-Codes und Livestreams.
Spezialübungen
Dann gibt es die Spezialübungen. Trainings, bei denen eine einzelne Aufgabe oder ein spezifischer Kontext im Mittelpunkt steht, oft mit hoher Wirkung. In solchen Fällen möchte man sicher trainieren, aber dennoch mit klar definierten, anspruchsvollen Elementen.
Im TFB-Labor der Sicherheitsregion Amsterdam Amstelland richteten wir einen Übungsraum ein, der sich wie eine Gastronomielocation anfühlt. So können Einsatzlagen wie eine Messerattacke oder ein Schusswaffenvorfall realistisch und abgeschirmt trainiert werden. Licht, Ton und visuelle Effekte lassen sich dabei live durch die Ausbilder steuern.
Bei Tata Steel in IJmuiden gaben wir einer regulären Brandbekämpfungsübung bewusst eine spezialisierte Wendung. Ein Brand in einem Abbruchgebäude stellte sich letztlich als Folge eines XTC-Labors im Keller heraus, wodurch der Einsatz plötzlich eine Eskalation, klare Zonierung und eine völlig andere Vorgehensweise erforderte. Und Spezialisierung beschränkt sich nicht nur auf Einsatzdienste.
Für Waterschap Hollandse Delta entwickelten wir ein Trainingsprogramm für Deichwachen auf Tiengemeten. Kein Feuer und kein Rauch, dafür realistische Schadensbilder, Patrouillen, Meldewege und Sicherheit am Gewässerrand. Im vergangenen Jahr diente das Training als Nullmessung. In diesem Jahr wurde es zu einer echten Patrouillenübung mit deutlich mehr Eigenverantwortung beim Wasserverband, jedoch weiterhin in enger Co-Kreation umgesetzt.
Zum Schluss
Ob es um einen Vegetationsbrand beim Campingplatz Bakkum, eine Tunnelübung im Leidsche Rijntunnel, einen Zug-Einsatz in Wieringerwerf oder spezialisierte Trainings bei Amsterdam Amstelland, Tata Steel oder Waterschap Hollandse Delta geht realistische Inszenierung macht den Unterschied.
Vieles lässt sich gut eigenständig umsetzen, wenn es überschaubar ist und ausreichend Zeit für eine sorgfältige Vorbereitung zur Verfügung steht. Das unterstützen und fördern wir ausdrücklich. Sobald es jedoch größer wird, mehrere Disziplinen betrifft, von Technik, Ort oder Zufall abhängt oder wenn man einfach sicher sein möchte, dass alles stimmt, ist es angenehm, einen Partner am Tisch zu haben, der dieses Handwerk täglich ausübt. Wir bringen uns frühzeitig ein, übersetzen Übungsziele in ein stimmiges Szenario und sorgen dafür, dass es am Übungstag überzeugt. Genau darin liegt unsere Expertise und genau dort machen wir mit Freude den Unterschied.
Möchtest du deine Ideen mit uns besprechen, bist du neugierig, was möglich ist, oder möchtest du ganz unverbindlich erkunden, wie wir dich unterstützen können? Nimm gerne Kontakt mit uns auf – wir denken gerne mit dir mit. Ruf uns an, schreib uns eine E-Mail oder schau einfach bei uns in Wieringerwerf vorbei – jederzeit herzlich willkommen!

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